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Liebe und Tod…

7. August 2020 von Sylvia | Keine Kommentare


 
.. alles andere ist Mumpitz. Jedenfalls bei Literatur, sagte jedenfalls MRR, Marcel Reich-Ranicki. Der Mann fällt mir immer ein, wenn ich rezensiere. Und Herrndorfer. Der fand Rezensionen hirnlos, die das besprochene Buch zusammenfassen. Oder unerträglich – den Original-Wortlaut weiß ich nicht mehr. Genauso wenig, wie ich noch weiß, was normal ist im C-Jahr. C wie Corona. Ich hab ein K-Jahr draus gemacht. K wie Krimi. Mir schon ewig nicht mehr so viele Ks reingezogen. Ermächtigungsstrategie?

Für diesmal hatte ich jedenfalls die Skandianavier schnell durch. Und zwar per Film. Zu Beginn des Coronawirbels landete ich beim Zappen durch die Faktennews auf irgendeinem Kanal bei Stieg Larssons Verblendung. Erleichtert blieb ich. Genau die richtige Unterhaltungs-Dosis für diesen Abend. Nur – dass es die entkernte, amerikanische Variante war. Frustrierend. Bah! Da half nur: Sofort die echte bestellen. Nein, gleich alle drei. Und warten. Klopapier und Masken hatten ja Vorrang. Und überhaupt bestellten ja plötzlich alle alles im Internet.
Irgendwann kamen die Scheiben. Die echten, mit der echten Noomi Rapace-Lisbeth. Diese Frau bedient ja nun wirklich allen Ermächtigungsbedarf, den unsereine so haben kann. Sonst noch? Einen Packen Wallander. War dann aber langweilig, weil nicht wirklich die gute Fassung.

Eingeschränkter Ausgang, Abstand, C-Koller… Eigentlich war ich ja hauptschlich im Wald. Kaum zuhause aber lechzte mein Hirn nach passenden Rausreißern, Peinlösern, Stresspuffern – her damit zur Hölle! Tschja, und warum Geld ausgeben, und C-Lieferzeiten in Kauf nehmen, wo das Gute längst im Regal steht: „Kaltes Feuer“ etwa von Dana Stabenow. Der erste aus ihrer Kate-Shugak-Reihe. So gut. Mal für eine nen taz-Artikel über Ermächtigung durch weibliche Krimi-Heldinnen angeschafft. Kennt kaum jemand, also: Darf ich vorstellen? Kate Shugak. Geborene Aleutin – so heißen die Ureinwohner einer gleichnamigen alaskanischen Inselkette -, einsfünfundsechzig, drahtig, goldhäutig, schwarzhaarig. Lebt im Nationalpark mit ihrer Husky-Wolf-Mischlingshündin. Und, mit 12 Kugeln im Rücken geht die noch lange nicht nach Hause. Ruht nicht, bis sie die Wahrheit ans Licht gezerrt hat. Wie unangenehm das auch für alle Beteiligten, inklusive ihr selbst, sein mag. Kate ist Ermächtigung pur. 20 Jahre besitze ich diesen Band (plus zwei weitere) schon, hab alle schon mindestes 147 Mal gelesen und freue mich immer noch über alle skurrilen Szenen, die die die Autorin so wortgewandt einstreut.

Gerne geklaut aus den Lokalnachrichten. Etwa das hier: Verpeiltes Touri-Pärchen stellt fest, dass es im Sommer in Alaska weder Schnee noch Hundeschlittenrennen gibt. Die frustriert-quengelige Ehefrau, die immer ihren Pudel bei sich trägt, entdeckt immerhin gegenüber vom Parkplatz eine Elchkuh mit ihren Kälbern. Entzückt eilt sie hin, um Kuh oder Kälbchen zu herzen. Fassungslos bewahrt Kate sie im letzten Moment vor einer garantiert unkuscheligen Begegnung, als ein Adler herniederstößt – und sich des Pudels bemächtigt. Zucker, Dana, love it!

Die anderen natürlich auch gleich nochma gelesen. Und nu? Hat Dana vielleicht doch noch weiter geschrieben? Ich hatte ja immer mal geguckt, aber nie mehr was gesehn. Tags drauf zur Wendeltreppe, best Krimibuchladen in Town, und die Chefin gefragt. Die meinte wie ich, es gäbe nichts Neues von ihr, aber ein paar Fortsetzungen kannte sie doch. Ich solle mal das Internet melken. Und wie ich so melke, traue ich meinen Augen nicht: Nummer 22. Kommt. Demnächst. Raus.

Boah. Einundzwanzig gibs?! Minus drei, die ich schon habe, macht das a-c-h-t-z-e-h-n, acht-zehn mir unbekannte Shugaks?! Hoohoo!! Woohoo! Bin jetzt Dauerkundin bei den amazon-Alternativen Booklooker und Abe Books. Die übersetzten hab ich mittlerweile alle. Jetzt les ich nur noch der Reihe nach – und aus Irland, oder England trudeln mehr oder weniger gebrauchte Exemplare bei uns ein. Als Nebeneffekt poliert die erzcoole Kate mein Englisch auf. Noch vor mir: das Buch, in dem Jack, ihr Freund und Lover stirbt. Verdammt, Dana, musste das sein?

Mittlerweile fühlt sich das wahre Leben immer fiktionaler an. Hamsterrad oder Alltagsgerüst muss jeder und jede selbst basteln, während Masken für audiovisuelle Unschärfe und Diffusität sorgen. Unter normalen Bedingungen wären wir zum Aufladen, Durcharbeiten und Krafttanken nach Schottland aufgebrochen. Geplant war die Fortsetzung unserer Äußere-Hebriden-Tour: South Uist mit dem Fahrrad. Diesmal sogar ohne Auto. Nur Fahrrad und Bahn. Tschja. Normal is nich. Aufs Rad sind wir trotzdem. Anderswohin halt. Ins Hohenlohische. Wunderschön da – nur leider mit kaum Unterkünften unterwegs. Wild campen? Ja, wenn man in Schottland wär… Ist ne Supertour geworden, auch wenn‘s uns echt das Campen verleidet hat. Aber das ist nun doch ne andre Geschichte.

Begleitet haben uns bei alldem zwei —? Genau, zwei Krimis. Reiselektüre, wie wir das früher mit Kind immer hatten. Jeder ein neues Buch im Gepäck. Ich mochte, wie die oft per Zufall ausgewählten Lektüre unsere Sommer grundierte. Krimis waren das bei unseren ersten Radreisen nicht. Diesmal schon: Frankfurt Krimis von Sonja Rudorf, einer Frankfurter Autorin, in Frankfurt bei unserem Lieblingsweinladen gekauft.

Wer kriegt den ersten Band? Pat ist schneller. Aber, die Reihenfolge soll nicht so wichtig sein, versichert Sonja. Ich guck mir ja immer die erste Seite an, bevor ich ein Buch kaufe – als ich nach einer halben Stunde wieder aufsehe, ist das Licht körnig geworden. Die Tote heißt Vesna, wie mein altes Fahrrad. Serbische Prinzessin… Sagt eine Mutter abfällig über sie. Mütter. Was sind das für Wesen? Mädchenmütter dazu. Werden hier ein bisschen ausgelotet. Als Jungsmutter hat man da so seine Erfahrungen, aber die und ich kommen ja nicht vor. Dafür Casting Shows. Hoffen. Sich Preisgeben, Auftreten, Abgang und dann womöglich der Absturz. Wie schnell wirkt alles daneben. Wie peinlich, wenn man unsicher ist. Und jung. Der Welt etwas mitgeben, das ist Schreiben. Die Hauptakteurin sympathisch. Powerfrau. Alleinlebende vespafahrende Psychotherapeutin – groß und gerne bunt gekleidet -, die es liebt, Regeln zu übertreten. Tante eines der Mädchen, um die es im Buch geht. Der Tod ist gleich von Anfang an da, Liebe kommt…

Bei mir legt sich Shugak drüber. Was oder wer ist Wahrheit? Hat sie Unpässlichkeiten? Echt? Hier gehts jedenfalls um Werte wie in einem alten Western: Solidarität und Verrat, wie schnell bricht Vertrauen, wen treffen Urteile, Vorurteile… Zwischendrin denk ich: Ogott! Was’n Zickenkrieg! Was‘n Chaos. Alles wird ständig neu gemischt, verworfen, mitgerissen. Und die Gedichte der 14-Jährigen! Ich sag nur: Schmonzig. Aber… genauso ist sie ja, die Pubie-Zeit. Lieber tot als 13. Und doch. Letztlich sind sie ja brettehrlich, diese Jugendlichen. Auch hier im Frankfurtkrimi.

Den Vorläufer-Band, in dem die Psychotherapeutin Jona Hagen zur Private Eye wird, auf Umwegen ihr Ermittlerinnen-ich entdeckt, lese ich direkt nach unserer Reise. In dieser schönen, kleinen Zwischenzeit, in der man noch nicht ganz ankommen möchte, aber auch nicht mehr unterwegs ist… Genau richtig das. Herrlich, ganze Abende mit Lesen verbringen – und dabei völlig abtauchen.

Tauchen. Mit lauter schräger Figuren. Worum es geht? Die Basics: Tod und Liebe, Lüge und Verrat. Wem kann man trauen? Hagens Mitarbeiter wird niedergeschlagen, ringt mit dem Leben. Und sie? Findet lauter belastendes Material – und lässt es verschwinden. Ihr Job steht auf dem Spiel. Reitet sich gerade deswegen immer weiter rein, und versucht doch gleichzeitig eine Schneise durch das Dickicht von Lüge und Maskerade und zu reißen. Die Erzählfäden werden immer mehr verzwirbelt und verdichtet, die Spannung erhöht, bis Motiv und zuschlagender Mensch herausblitzen und endlich auch, was passiert ist.

Für beide Bücher gilt: Aufatmen gibs am Main, am Fluss, der ihnen gerne und stoisch das alles durchströmende Band gibt. Drive – Jep. Spannung – Jep. Die erste Seite und die letzten Kapitel kann man gar nicht so schnell lesen, wie‘s abgeht. Zwischendrin geht sicher noch was. Mehr verrate ich nicht.

Mehr? Noch ist ja alles offen. Jona Hagen ist sympathisch, aber ich lerne sie erst kennen. Anders als nach acht Shugak-Krimis weiß ich von der Protagonistin wenig, nicht mal so ganz genau, wie sie aussieht. Bitte gerne nachlegen, ja?! Bei mir hat der Plot natürlich Heimvorteil: Die Protagonisten bewegen sich nicht durch Lissabon, Duisburg oder Ystad, sondern, Ha! Durch Frankfurt! Sind da unterwegs, wo es uns vertraut ist. In „unseren“ Gärten, Brücken, Cafés. Der Main und die Frankfurter. Sogar unsere Straße, der Gebäudekomplex, in dem wir wohnen, kommen vor. Beschrieben übrigens als „Spießerhochburg“. Na, danke. Darüber müssen wir reden Sonja, am besten bei einem Espresso. Schwarz. Süß. Gerne mit Grappa. Sonja?! Der nächste bitte.
 

Dana Stabenows Kate Shugak-Reihe: Kaltes Feuer, Wenn das Eis bricht (Piper, nur noch antiquarisch). Less than a Treason (Gere Donovan Press, 2017)

Sonja Rudorf: Alleingang (2016), Stromaufwärts (2019), Societätsverlag Frankfurt/Main
 

 
 
 

Corona Gardens

29. März 2020 von Sylvia | Keine Kommentare


 

Fotos by Pat Meise, Time-out by Nature. Der größte Parkplatz in Town war mal Bannwald.


 

Ich bin

eine Pariser Vorstadt
eine Algenfahne
ein eingerolltes Blatt
ein blaues Tuch
ein leeres Buch
ein verbeultes Auto
ein heißer Kanaldeckel in Ploumanac’h
aber nie, nie
ein Flugzeug über dem Wald


 
 
 

FFF—Futurize it!

22. September 2019 von Sylvia | Keine Kommentare



 
Ich will ficken,
aber nicht die Umwelt
Könnte, hätte, wollte… Quit!
Quit playing
Städte! Entsiegelt! Euch!
Klima schützen, Kohle stoppen
Nacht-flug-verbot!



 
Like the ocean we rise
quit playing games
Wake up
Unterm Plastik
liegt der Strand
Könnte, hätte, wollte? Machen!
Make Love, not CO2



 
Ask me, I’m a Scientist
Lost in the Anthropocene
Save
The critical
Sound of Science
Our house is on fire
Fahr Rad for Future
Verkehrswende jetzt!



 
Frankfurt Sightseeing
Du auch?
Last Minute zusammen:
Zahnarzt,
Scientists,
Oldies
for Future! Future! Future!


 
Und zwei Tage später fliegen 2 Passagierflugzeuge leer von Bonn nach Berlin, um dort zwei deutsche CDU-Politikerinnen mit Entourage abzuholen, die nach der Verabschiedung des Klimapakets fast gleichzeitig Termine an der US-Ostküste wahrnehmen wollen, aber keine gemeinsame Reise gebacken kriegen. Wo bleibt der Shit-Storm? Mögen sie die von Quaschning (ask a scientist) geschätzen Kosten der verursachten Klimaschäden bitte aus eigener Tasche an die Fridays spenden.
 
 
 

Neue Perspektiven: Hop on, Hop off

14. August 2019 von Sylvia | Keine Kommentare


 
Schonmal Tourist in der eigenen Stadt gewesen? Wir wohnen seit 35 Jahren in Frankfurt – und es ist oft so, dass wir die Möglichkeiten direkt vor der Haustür gar nicht so wahrnehmen. Der Klassiker bei uns: Freunde, die nicht in Frankfurt leben (über solche Menschen hat ja schon Goethe sich gewundert), fragen, ob wir schon die Ausstellung XY gesehen haben? Äh… nein. Oft hatten wir uns das sogar fest vorgenommen. Fast. Wären wir dort gewesen. Aber da es kein Problem ist hinzugehn, nehmen wir es uns oft solange vor, bis es dann rum ist. Aber wir bessern uns, machen einfach Termine aus mit Leuten, die vorbeikommen.

Letzt war wieder so ein Moment – Sohn war da – was tun? Papa schlägt Sightseeing mit dem Bus vor? Hey! Super-Idee. Eine gute Stunde lang haben wir uns herumfahren lassen. Natürlich oben an Deck.




 

Wir sortieren uns gerade noch, stöpseln den Audio-Guide ein, als wir merken – wir stehn ja. O-kay, hier ist Altsachs (Alt-Sachsenhausen, das Äppelwoikneipenviertel Frankfurts), aber – Hm? Hier gibts doch gar nix zu gucken?! Der Guidefunk schweigt. Die Leute vor uns kleben an ihren Smartscreens, die hinter uns buchen per Handy Tickets für eine Abendveranstaltung. Da sehe ich unseren Busfahrer, einen Pappbecher balancierend, aus einem Stehcafé kommen… Oh-Oh, CO2-Bilanz.

Und weiter gehts. Walzertöne im Ohr. Dann doch ein paar Infos – Einwohner, Größe der Stadt, Bla. Dominik und ich schalten um auf Englisch. Das erhöht ganz herrlich das Fremdheitsgefühl, das die echten Touris um uns herum wahrscheinlich sowieso haben.


 

Frankfurt zeigt sich von seiner besten Seite – schon nach ein paar Metern Fahrt, auf der ersten Brücke ein großer Menschenauflauf. Transparente werden hochgehalten – Ah, es ist eine Demo für die Seenotretter. Offenbar spontan, denn auf einmal gehts rund: Lalü-Lala. Polizei überall. Sirenenklänge mischen den Walzer ab.

Le ciel est bleu et le soleil brille.. Touriwetter. Umso schöner, dass uns der Fahrtwind durchs Haar wuschelt. Der Bus quetscht sich durch die alte Stadt, mehr als einmal denke ich Uiuiui, wie knapp war das denn?! Aber alle Radfahrer kommen ungeschoren wieder zum Vorschein. Wir passieren die Kleinmarkthalle, schieben uns durch die Bankenschluchten und halten am „most beautiful place in Frankfurt“ – What?!

Die Alte Oper. Ich schaue auf die neuen Betonbarrikadenwürfel, die seit den islamistischen Anschlägen in Europa hier und überall in der Stadt herumliegen wie riesige Legosteine. Und höre zum ersten Mal, dass das ursprüngliche Gebäude im Krieg zerstört wurde und nur wegen einer Bürgerinitiative jetzt wieder dort steht. „50.000 Deutsche Mark were collected.“




 

Herrlich. Wie Kreuzschifffahren. Das Gewimmel in der Stadt ist atemberaubend. Samstag halt, beste Einkaufszeit. Aus dieser Perspektive genial. Am Bahnhof warten wir dann gefühlt zwei Stunden, und eine gerade Zugestiegene kriegt sich nicht mehr ein – „Ja, ist der bescheuert – worauf wartet der?“

Auch sonst hat sie beste Ratschläge. Dass da Demonstranten die Brücke blockieren, gehört verboten. Und dann noch auf der anderen Seite das Mainufer gesperrt – bescheuert! Das könnte man doch anders regeln, da kann ja niemand fahren. Wir stehen im Stau und Ihr fünfjähriger Enkel, der vorne an der Scheibe sitzt, weiß auch schon warum: „Ja, können die alle nicht richtig fahren? Oder was.“

Ach Kindermund. #Verkehrswende jetzt? Wie soll das gehn mit all diesen Menschen? Wir hoppen off – und gehen Eis essen beim Schnauzbart am Lokalbahnhof. Mehr Frankfurt geht nicht.

 
 
 

Hirn statt Kohle – Friday for Future

5. Juni 2019 von Sylvia | 2 Kommentare

 
“Power to the People” der Spruch hat nichts verloren an Strahlkraft.Fühlte sich nach Jugend an, nach früher und heute zugleich. Gut.

Interessant, wie alle Berichterstattung – ungeachtet der Bilder, die eine andere Wirklichkeit zeigten, eine Jugenddemo inszenierte. Was ich sah, ging querbeet durch alle Altersgruppen. Was ich sah waren handbemalte Pappen (Yeah!). Babymamas, Pubipapas, Rentnerinnen, Schulkinder, Hunde, Fahrräder, Rucksäcke, Transparente und „Ordner*in“nen. Da wusste ich: Das hat eine Frau organisiert. 4500 Leute ohne Müllhinterlassenschaften. Power to Micaela!




 
Noch? Am besten wars für mich, auf heißen Asphalt liegend, direkt vor den Toren der EZB. Mitten auf der Straße. Die-in. Fast 4500 Als-ob-Tote, als Symbol für den Klima-Raubbau an der Welt – und den Lateralschäden, die daraus resultieren. Die Hitze im Rücken hat mein Trackerherz auch um die Tiere geheult. Paradoxerweise sehr entspannend. Demo-Yoga. First World halt. Und doch wurde der Menschen (und Tiere) gedacht, jenen die fern sind und für unseren „nachhaltigen“ Lebensstil“ krepieren.
Dann auf einmal ein Radler, straight und mit Helm und ruft: “Ihr seid alle faule Säcke!” Kam aus der EZB vermutlich. Hörte sich irgendwie an wie… früher.

Ist schon paar Tage her jetzt, der vorletzte Friday for future am 24. Mai – deshalb kann ich jetzt auf die jüngste Doku zum Thema Mobilität verlinken: Klixtuhier (ARD-Doku “Kann das Elektro-Auto die Umwelt retten?”) – auch weil das das Thema des nächsten Großdemoprojekt hier in FFM sein wird: #Aussteigen (gemanaged von derselben taffen Orgafrau). Wir werden da sein.

 
 
 

Disco, Disco Partizani!

2. September 2018 von Sylvia | Keine Kommentare


 
Gestern vor der alten Oper: Frankfurter gegen Rechts und für Musik.
Gerockt, zum Toben gebracht und laut gemacht von DJ Shantel und seinem Bucovina Club Orkestar: Disco, Disco Partizani!
“Bella Ciao” wurde auch angespielt, mitgesummt – und Shantel (aus Sachsenhausen!) hat gleich erkannt: “Leude, so machen wir keine Revolution.” Recht hat er… Also, tobt, rockt, steht auf, haltet zusammen – und tanzt!