Eiskalt erzählt: Kurz nach der Ein- die erste Rausführung – und es schaudert mich. Ich lese, dass der Autor seit Stunden in die falsche Richtung läuft, statt zur angesteuerten Hütte. Dass er mitten in Nieselregen, Schnee und Eis steckt, ohne Wegmarke. Ein Krimi. Wie er die aufblockenden Gedanken beschreibt, das einblitzende Erkennen des Irrgehens – und die Angst. Hätte er die nicht überwunden, gäbe es das Buch nicht, schon klar, dennoch packt sein Bericht, als wär man dabei: Schafft ers? Er muss, sonst erfriert er und keiner kriegts mit.… Und dann im Laufschritt zurück – auf den rettenden Weg. Mitten im weißen Nichts Menschlein sein – und Überlebender werden. Ein Erlebnis, an dem Torsten Schäfer klar macht: Wildnis ist keine Tourismus-Kulisse oder Outdoor-Kick. Wildnis kann so tödlich sein wie unendlich wunderbar. Zu all den Facetten dazwischen kann er Erlebnisse erzählen, eigene wie gesammelte. Doch so spannend sie sind, sie sind nur ein Teilaspekt von „Die Wildnis in uns“. Geschrieben wurde das Buch aus der Überzeugung heraus, „dass wir indigen Menschen neu zuhören müssen, die...