Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fährtenlesen

KiR fifteen – Kunstwettbewerb Spuren

Na klar wollte ich da mitmachen: Das Thema des wahrscheinlich letzten Kunst-Wettbewerbs in Rödermark lautete Spuren! Dachte natürlich sofort an Tierspuren. Und Pat an ein Bild (nicht nur ein „Beweisfoto“!). So ist das Bild „Crossroad entstanden: Sehe ich Tierspuren, geht mir das Herz auf. Jede voller Leben, auch wenn der Verursacher nicht mehr zu sehen ist. Jede eine Geschichte, die gelesen werden kann. Besonders finde ich immer, wenn sich Trittspuren von verschiedenen Tierarten kreuzen, wie auf dem eingereichten Bild. Als spüre man noch deren Präsenz, obwohl sie nicht mehr da sind. Mit ihren Fußabdrücken hinterlassen sie eine Visitenkarte, die Essenz ihres Wesens. Das wollte ich dem Spuren-Bild mitgeben. Es sollte geerdet sein im Wortsinn. Schon lange hatte ich vor, aus Erde Farbe zu machen. Seit drei Jahren sitzt in meinem Experimentier-Schrank eine Schachtel mit Erde – und wartet auf ihren Einsatz. Gesammelt an meinem Lieblingsplatz im Stadtwald. Ich wusste noch vage, dass man Kleister braucht, um Farbe aus Erde zu machen. Hatte ich damals auch schon gekauft, aber wieder vergessen. Ich durchforstete das Internet und …

Tracking-Literatur #2: Tierspuren Europas

  See English version below Tschacka! Jetzt gilts, dachte ich im Mai, als Joscha Grolms mir die Bestätigungsmail schickte; „Der Platz geht an Dich!“ Juppie! Gleichzeitig dachte ich aber auch: Oioi, hoffentlich übernimmste dich nicht. Meine erste Fährtenleser-Evaluation, hiermit gebucht. Bisschen Training würde nicht schaden – und das neue Buch auch nicht, aber wann kommts denn endlich?! Vorbestellt seit Februar. Erst dachte ich ja, 70 Euro… Puh. Brauch ich das? Dann versicherte mir eine Freundin, die Fotos beigesteuert, das Buch gegengelesen und somit ordentlich Einblick hatte: „Du wirst es lieben“. Bestellt. Und im Juli endlich hatte ich es dann in der Hand. Oder besser in zwei Händen, über zwei Kilo. Ein Klotz von über 800 Seiten. Kann man da noch von Handbuch reden? Doch. Ja. Und was für eins. Den Verlag hat es wohl verblüfft wie viele Tracker-Nerds es gibt – 600 Vorbestellungen warteten auf Auslieferung. Drei Monate später ist die erste Auflage von 4000 Exemplaren verkauft. Die nächste gedruckt. Und ich bin in der Lausitz. Der erste Evaluierungstag ist zu Ende. Elf Prüflinge, Evaluierer …

Keep it wild! Fährtenleser sehen mehr

  Schonmal ein Eulengewölle auseinandergepult? „Uuh! Wie eklig“, sagen die einen – „Boah! Was war drin?“, die andern… Ich gehör zu den anderen. Seit einem Jahr bringen Tierspuren in jeder Form – vom zierlichsten Krallenabdruck bis zum unförmigsten Speiballen – meine Augen zum Leuchten und mein Hirn zum Schnurren: Was ist das? Von wem stammt es und warum ist es hier? Globetrotter ist an allem schuld, das will ich mal festhalten. Schuld, dass ich jetzt am Lineal hänge (immer dabei, um gefundene Fußspuren ausmessen zu können), dass Pat an irgendwelchen Matschlöchern auf mich warten muss (wo man solche Spuren findet) – und dass wir neue Regalmeter für Trackingbücher brauchen (in denen ich alles nachschauen kann). Und natürlich, dass ich Bücher gekauft habe wie „Spurenführer“, „Tracks & Signs“ oder Het Prentenboek. Wenn ich also freudestrahlend gräuliche Klumpen von Brücken klaube, oder unter Burgmauern finde, verdanke ich das einem Paar neuer Gummistiefel… Irgendwer an der Kasse hat wohl ein Heftchen mit Veranstaltungshinweisen dazu gepackt. Beim Durchblättern Zuhause – machen wir sonst nie –, bleiben wir beide bei …