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Sternfahrt zur IAA-Demo 2019

15. September 2019 von Sylvia | Keine Kommentare



 
Hibbel, hibbelig, hibbeliger – wir sind ne gute Stunde früher am Sammelpunkt für Neu-Isenburg – und nicht die einzigen, die schon warten. Noch nen Kaffee? Jep.
Aber jetzt. Den Raben in meinem #Popupforest – unserem Beitrag zur Demo – nochmal umgesetzt und festgezurrt, dann auf zum Treffpunkt, und zusammen mit rund 60 Leuten auf den Zug aus Darmstadt warten.

Polizeimotorräder kündigen sie an. Plötzlich brummt, leuchtet und flackert die Welt – sie kommen! Woohoo! Und wir steigen ein. So ist also Radeln im Pulk. Wie Tour de France für Anfänger. Sehr sehr cool – hatte ich mir schwieriger vorgestellt, doch alle halten immer irgendwie genug Abstand und auch wenn es mal eng wird ist doch immer noch Platz. Nur zwei Umfälle gesehn. Und zwar während wir standen. Uups? alles gut




 
Sternfahren. Flow! Und Stop and Go. Wir sind viele, also stehen wir auch im Stau – in Offenbach, vor der Autobahnauffahrt, aber nicht auf der Autobahn. Fahrradfarn auf der Autobahn (Yeah, Yeah, Yeah)! Ja, Fahrrad-Farn – der macht den ersten Fahrradausflug seines Lebens – zusammen mit Apfelminze, Fingerhut, Buntnessel und Millionbells. Unser #Popupforest-Hingucker kommt gut, der Rabe passt auf – auch der war noch nie mit dem Rad unterwegs….

Die Idee zum Popup-Forest stammt aus New York: Eine Kampagne zur Wildflower Week 2018, bei der Fahrradfahrer, so wie ich heute, mit etwas Grünzeug dabei darauf hinweisen, wie wichtig es ist, unsere Natur, unsere Biodiversität zu schützen. Ab 2020 soll die Idee global umgesetzt werden – Frankfurt hat schon mal angefangen!




 
Und stehn und warten, bis die irgendwo vorne eine Straße freigegeben wird. “IAA 2019: Mit erhöhtem Verkehrsaufkommen ist zu rechnen” informiert die Stadt Frankfurt. Eine genervte Mittfünfziger-Viernheimerin knöttert neben mir auf dem Alleenring: „Wie weit isses denn noch? Ich will zur Demo.“ Wie? Wir sind die Demo! Rund um sie herum relaxte Eltern mit Kindern in Anhängern oder Lastenrädern. Nicht zu vergessen der superrelaxte Hund, der seine Leute aus Mannheim begleitet: heißt Mavie, die Süße.

Und fahrn – und rocken zur coolen Mucke, die vom schwarzen Fahrradtypen vor uns kommt – oder vom Wagen der BUND-Jugend, die mit ihrem Mehrmensch-Velo uns alle mit Musik und coolen Sprüchen bei Laune halten. Boom, Boom, Boom.




 
Radeln als Statement. Wir werden um die Tausend geworden sein bis Frankfurt – wo sich dann alle Züge vereinigen – zu 18.000?! Schätzt das Demobüro. Manche Autofahrer winken uns zu, andere rasten schier aus. Fluchen und Brüllen, völlig gaga oder lassen den Motor extra laut aufheulen. Wer es nicht gewusst hat – sorry for that. Auch manchen Radfahrer tats in der Demomenge gruseln. Die Masse hat ja in jedem Zusammenhang so ihre Pros und Cons.

Aber Zeichen setzen: Hugh. So wichtig. Okay, jedes Fußballspiel bringt mehr Menschen auf die Beine, aber so eine Sternfahrt hat Hessen noch nicht gesehn. Sauber geplant Werner! Sauber gelaufen, Leute. Sternenmäßig gerockt. So viele unterschiedliche Menschen, die zeigen: Mobilität und Lebensstil können, müssen, sollen sich ändern: jetzt!


 
 
 

Neue Perspektiven: Hop on, Hop off

14. August 2019 von Sylvia | Keine Kommentare


 
Schonmal Tourist in der eigenen Stadt gewesen? Wir wohnen seit 35 Jahren in Frankfurt – und es ist oft so, dass wir die Möglichkeiten direkt vor der Haustür gar nicht so wahrnehmen. Der Klassiker bei uns: Freunde, die nicht in Frankfurt leben (über solche Menschen hat ja schon Goethe sich gewundert), fragen, ob wir schon die Ausstellung XY gesehen haben? Äh… nein. Oft hatten wir uns das sogar fest vorgenommen. Fast. Wären wir dort gewesen. Aber da es kein Problem ist hinzugehn, nehmen wir es uns oft solange vor, bis es dann rum ist. Aber wir bessern uns, machen einfach Termine aus mit Leuten, die vorbeikommen.

Letzt war wieder so ein Moment – Sohn war da – was tun? Papa schlägt Sightseeing mit dem Bus vor? Hey! Super-Idee. Eine gute Stunde lang haben wir uns herumfahren lassen. Natürlich oben an Deck.




 

Wir sortieren uns gerade noch, stöpseln den Audio-Guide ein, als wir merken – wir stehn ja. O-kay, hier ist Altsachs (Alt-Sachsenhausen, das Äppelwoikneipenviertel Frankfurts), aber – Hm? Hier gibts doch gar nix zu gucken?! Der Guidefunk schweigt. Die Leute vor uns kleben an ihren Smartscreens, die hinter uns buchen per Handy Tickets für eine Abendveranstaltung. Da sehe ich unseren Busfahrer, einen Pappbecher balancierend, aus einem Stehcafé kommen… Oh-Oh, CO2-Bilanz.

Und weiter gehts. Walzertöne im Ohr. Dann doch ein paar Infos – Einwohner, Größe der Stadt, Bla. Dominik und ich schalten um auf Englisch. Das erhöht ganz herrlich das Fremdheitsgefühl, das die echten Touris um uns herum wahrscheinlich sowieso haben.


 

Frankfurt zeigt sich von seiner besten Seite – schon nach ein paar Metern Fahrt, auf der ersten Brücke ein großer Menschenauflauf. Transparente werden hochgehalten – Ah, es ist eine Demo für die Seenotretter. Offenbar spontan, denn auf einmal gehts rund: Lalü-Lala. Polizei überall. Sirenenklänge mischen den Walzer ab.

Le ciel est bleu et le soleil brille.. Touriwetter. Umso schöner, dass uns der Fahrtwind durchs Haar wuschelt. Der Bus quetscht sich durch die alte Stadt, mehr als einmal denke ich Uiuiui, wie knapp war das denn?! Aber alle Radfahrer kommen ungeschoren wieder zum Vorschein. Wir passieren die Kleinmarkthalle, schieben uns durch die Bankenschluchten und halten am „most beautiful place in Frankfurt“ – What?!

Die Alte Oper. Ich schaue auf die neuen Betonbarrikadenwürfel, die seit den islamistischen Anschlägen in Europa hier und überall in der Stadt herumliegen wie riesige Legosteine. Und höre zum ersten Mal, dass das ursprüngliche Gebäude im Krieg zerstört wurde und nur wegen einer Bürgerinitiative jetzt wieder dort steht. „50.000 Deutsche Mark were collected.“




 

Herrlich. Wie Kreuzschifffahren. Das Gewimmel in der Stadt ist atemberaubend. Samstag halt, beste Einkaufszeit. Aus dieser Perspektive genial. Am Bahnhof warten wir dann gefühlt zwei Stunden, und eine gerade Zugestiegene kriegt sich nicht mehr ein – „Ja, ist der bescheuert – worauf wartet der?“

Auch sonst hat sie beste Ratschläge. Dass da Demonstranten die Brücke blockieren, gehört verboten. Und dann noch auf der anderen Seite das Mainufer gesperrt – bescheuert! Das könnte man doch anders regeln, da kann ja niemand fahren. Wir stehen im Stau und Ihr fünfjähriger Enkel, der vorne an der Scheibe sitzt, weiß auch schon warum: „Ja, können die alle nicht richtig fahren? Oder was.“

Ach Kindermund. #Verkehrswende jetzt? Wie soll das gehn mit all diesen Menschen? Wir hoppen off – und gehen Eis essen beim Schnauzbart am Lokalbahnhof. Mehr Frankfurt geht nicht.

 
 
 

Let’s Fotoherbst again – unsere “Isle of Lewis” goes Schömberg

3. August 2019 von Sylvia | Keine Kommentare


 

Yeah! Wir sind zum vierten Mal dabei! Unsere “Isle of Lewis, Insel der Weite” wird neben 23 anderen Profi-Serien Teil des 15. Schömberger Fotoherbsts sein. Dem Wettbewerb und Festival der Reise- und Reportagefotografie im Schwarzwald. Wir freuen uns!

Wind, Wasser, Felsen… So sehen die Basics der schottischen Isle of Lewis aus – deshab sind diese Elemente auch die Basics unserer Serie über die “Insel der Weite”. Fast vier Wochen lang erkundeten wir dafür als Reiseradler die größte der schottischen Inselkette „Äußere Hebriden“. Unser Plan: Lewis umrunden und auch ein wenig von Harris, der „nur“ durch eine Mittelgebirgskette getrennten Inselschwester anschauen – und am Ende eine Reisereportage produzieren – einige davon sind online: Hier oder hier.
Wir starteten dabei mit recht unterschiedlichen Vorstellungen: Einer von uns war schon mehrmals da, zuletzt allerdings vor fast 40 Jahren – eine von uns noch nie.

Lewis hat rund 20.000 Einwohner, Tendenz sinkend, weil es kaum Arbeit gibt. Allerdings kommen viele Touristen. Menschen, die die von steinernen Zeugen menschlicher Willenskraft ebenso fasziniert sind wie von der uralten Felslandschaft. Neben vielen verlassenen Häuserruinen zeigen Baumaßnahmen, dass man versucht, darauf zu reagieren. Mitten im Nirgendwo, oberhalb des Reef Beach etwa entsteht ein Café mit grandioser Aussicht.

Vielleicht bricht wirklich eine neue Zeit an. Junge Leute, die auf der Insel bleiben, machen Cafés auf (mit Angeboten für Veganer), bieten Ferienwohnungen an, Delfin-Besichtigungstouren oder Handarbeiten aus knallbunten Tweedstoffen. Kein Wunder eigentlich, denn im Laufe von zehntausend Jahren haben die Bewohner entlang den Atlantikküsten immer sehen müssen, wie sie den Gegebenheiten eine Lebensgrundlage abringen konnten. Dabei hieß es zusammenhalten und auch Fremde willkommen heißen – denn: Wer weiß, wessen helfende Hand man würde brauchen können. „Die See ist manchmal barmherzig, die Felsen sind es nie“ – mit diesen Worten wird im Inselmuseum ein alter Seemann zitiert.

Getaktet wird das Leben auf Lewis ganz sicher von Ur-Zeit. Kanada und Schottland gehörten einst zueinander. Schottland und England dagegen trennten (Meeres-)Welten. Geblieben sind dem Lebensraum die ältesten Oberflächensteine Europas – teils älter als die Alpen – und eine alles umwallende Gelassenheit. Wir haben uns während unserer Reise der inselüblichen Nicht-Hektik gerne angepasst – und etliche Reiseziele gestrichen, um mehr Zeit fürs Sehen zu haben. Gesehen und selbst gespürt haben wir, wie Natur und Landschaft die Menschen auf den Hebrideninseln prägen – aber auch, wie Menschen wiederum Natur und Landschaft prägen. Unsere persönliche Faszination für die Basics der Insel seht ihr life in Schömberg: vom 11.10. bis 10.11.2019.
Und bis dahin schon mal hier:









 
 
 

Brotbox To-Ride in Thüringen

1. August 2019 von Sylvia | Keine Kommentare


 
Unsere Outdoorküche ist bunt, überraschend – und immer Herausforderung: Welche Zutaten geben die Geschäfte am Routenrand her? Wie sind die Bedingungen am Camping-Platz? Wann kommen wir an – und in welchem Zustand? Zentrale Frage bei unserer letzten Reise durch Thüringen, auch was die Zutaten betrifft, denn wir waren Ende Juni, Anfang Juli in der ersten großen Hitzewelle bei 37 bis 40 Grad unterwegs. Die schattenfreien Asphaltbänder, die Teil der Fernradwege waren, schafften sogar noch mehr.

Die ersten Tage sind wir mangels Campingplätzen an der Route Essen gegangen. Ist zwar auch nett, aber Vegetarisch bestellen je weiter man aufs Land kommt… Naja. Oft hat man sogar Auswahl – zwischen Käsespätzle und Salat. Mit etwas Glück sind die Käsespätzle (Bitte ohne Schinken!) dann auch wirklich nur mit ganz wenig Schinken. Also, Pat, übernimmst du bitte?

Ein, zwei Stunden Runterkühlen im Schatten, dann schnippelte mein Mann das Gemüse. Kocher an und was Feines gebrutschelt. Aus den Resten, die eigentlich immer anfallen, mischte ich wiederum morgens mit Kräutern vom Wegesrand lecker Salat für unterwegs.
Bei der Hitze sind wir so früh wie möglich los, zum Glück boten die meisten Campingplätze morgens die Lieferung frischer Brötchen an. Da darf man nicht wählerisch sein: weiß, mit oder ohne „Krümel“.


 
Gut, dass wir erfahrene Outdoor-Selbstversorger sind – denn anders als letztes Jahr auf den abgelegenen Dörfern der schottischen Hebriden, wo immer irgendwo einen Gemeindeladen erreichbar war, gab es in Thüringens Dörfern nichts. Auf dem empfehlenswerten Slow-Camping in Jena trafen wir Reiseradlerkollegen aus dem Rhein-Main-Gebiet, die hatten darauf gesetzt, überall Wasser kaufen zu können – nichts da.

Entlang der ausgewiesenen Fernwanderwege R3, Rennsteig, Via Regia kann es einem passieren, dass man trockenläuft und kilometerlang nichts findet. Kein Bäcker, Metzger, Irgendwasladen. Null. Kaffee trinken gehn vormittags um zehn oder elf? Kannste mal versuchen. Entweder man ist gerade da, wenn der Betrieb Ruhetag hat, gerne Montag, Dienstag, Mittwoch. Oder: „Geöffnet ab 14 Uhr“, geschlossen, stillgelegt, die Kaffeemaschine muss noch gereinigt werden… Fein, wenn es dann Gemeinde-Kirschbäume gibt – und man jemanden hat, der einen hochschiebt (wenn die Oberarme zu schwach sind).




 
Einmal musste ich dringend pinkeln, die öffentliche Toilette hatte Ruhetag, als plötzlich ein Café auftauchte. Netter Garten, Tische draußen… Rettung. Nix wie rein und Wow! Hinter dem Schild „Women“, der frisch sanierte Toilettenbereich. Schwarzer Marmor, Duftstäbchen, Seife…

Erfrischt kehre ich zurück und lechze nach dem Kuchen, der verlockend auf gebaut ist… Da draußen die Karte fehlt, nehme ich mir drinnen eine und will gerade reinschauen, da brennt sich mir der tadelnde Blick der Besitzerin in die Seite. Sie (!) würde uns die Karte schon bringen: „Hier nehmen wir uns Zeit“. Die nimmt sie sich dann auch gründlich. Außer uns noch zwei, bereits bediente Leute da. Endlich ist Zeit fürs Bedienen. Pat bestellt Cappuccino, darauf sie in bärbeißigem Ton: die Cappuccino-Maschine ist kaputt. Filterkaffee is auch gut. Klappe und Wiedersehn. Wir Wessis haben das Weite gesucht.

Um der Gerechtigkeit willen: Wir waren auch in netten Cafés, in Erfurt, in Jena oder in Weimar. Auch freundliche Gaststättenbedienungen gabs, in Mühlberg etwa oder in Ruhla. In Ruhla wollten wir ja eigentich ins Eiscafé. Hatte leider „heute geschlossen“. Aber da drüben? Geht da was? Rustikaler, liebevoll dekorierter Biergarten. Ein Mann legt gerade die Sitzpolster auf. “Na klar”, kriegen wir was. Gibts auch Eiskaffee? “Eigentlich nicht, oder, Chefin?”



 
Die kommt raus: „Ich hab ne Eiskaffeemischung…“. Ich überlege, bestelle dann aber lieber Cappuccino und ein Eis – „Auch gut“, sie lacht und setzt sich später zu uns. Aus dem Rheinland stammt sie und führt seit fünf Monaten zusammen mit ihrem niederländischen Mann das Lokal. Und? „Schwierig“, antwortet sie, „die Leute sagen immer, ‚Der Mario hat aber anders gekocht.‘“ Mario, Der frühere Besitzer hatte die Gaststätte 18 Jahre lang. Klar, dass sich die Leute dran gewöhnt hatten.
Aber die beiden Neuen trauen sich auch was: selbstgemachte Burger und neben den thüringischen Spezialitäten, die hier jeder hat – “deswegen wollte ich was anderes anbieten“ – jede Menge Unthüringisches auf der Karte. Pat merkt sich gleich mal das mit Cornflakes panierte Schnitzel. wir wünschen den Thüringern in Ruhla feine Gaumen-Überraschungen und den beiden viele Durchreisenden mit viel Hunger.

Als die Reise um war, hatte Pat noch immer keine Thüringer gegessen. Einmal fast. Da er keine Bratwurst mit Klößen und Rotkohl wollte – wohl ein Klassiker hierzulande – bestellte er Röstbratel. Keine Ahnung, was er sich drunter vorstellte. Kleine Würstchen vielleicht? Jedenfalls guckte er sehr überrascht, als der Teller kam: Schweinenacken in Scheiben.

Wer also im Sommer eine Radreise durch Thüringen plant, wir empfehlen: Tütensuppen, Nussmischung, Äpfel und Müsliriegel satt einpacken. Dazu lieber mehr Flaschen zum Befüllen als zu wenig. Einfach alles irgendwo reinstopfen, wird bestimmt gebraucht. Und immer freundlich bleiben und fragen, dann tauen sie irgendwann auf, diese oder jene Thüringer.


 
 
 

Hirn statt Kohle – Friday for Future

5. Juni 2019 von Sylvia | 2 Kommentare

 
“Power to the People” der Spruch hat nichts verloren an Strahlkraft.Fühlte sich nach Jugend an, nach früher und heute zugleich. Gut.

Interessant, wie alle Berichterstattung – ungeachtet der Bilder, die eine andere Wirklichkeit zeigten, eine Jugenddemo inszenierte. Was ich sah, ging querbeet durch alle Altersgruppen. Was ich sah waren handbemalte Pappen (Yeah!). Babymamas, Pubipapas, Rentnerinnen, Schulkinder, Hunde, Fahrräder, Rucksäcke, Transparente und „Ordner*in“nen. Da wusste ich: Das hat eine Frau organisiert. 4500 Leute ohne Müllhinterlassenschaften. Power to Micaela!




 
Noch? Am besten wars für mich, auf heißen Asphalt liegend, direkt vor den Toren der EZB. Mitten auf der Straße. Die-in. Fast 4500 Als-ob-Tote, als Symbol für den Klima-Raubbau an der Welt – und den Lateralschäden, die daraus resultieren. Die Hitze im Rücken hat mein Trackerherz auch um die Tiere geheult. Paradoxerweise sehr entspannend. Demo-Yoga. First World halt. Und doch wurde der Menschen (und Tiere) gedacht, jenen die fern sind und für unseren „nachhaltigen“ Lebensstil“ krepieren.
Dann auf einmal ein Radler, straight und mit Helm und ruft: “Ihr seid alle faule Säcke!” Kam aus der EZB vermutlich. Hörte sich irgendwie an wie… früher.

Ist schon paar Tage her jetzt, der vorletzte Friday for future am 24. Mai – deshalb kann ich jetzt auf die jüngste Doku zum Thema Mobilität verlinken: Klixtuhier (ARD-Doku “Kann das Elektro-Auto die Umwelt retten?”) – auch weil das das Thema des nächsten Großdemoprojekt hier in FFM sein wird: #Aussteigen (gemanaged von derselben taffen Orgafrau). Wir werden da sein.