Erinnerung sprich?
Wir waren schon dort und haben es doch vergessen.
So können Anblicke uns immer aufs Neue erfreuen,
von einem Zeitsprung zum anderen.
Zwischen dem ersten und zweiten Besuch dieses Wegkreuzes ohne Kreuz
lagen 26 Jahre (Zeitsprung 1993-2019).
Zwischen jenem Wiederauffinden und dem erneuten, vollkommen Unerwarteten bei unserer letzen Radtour Flieden-Fulda-Flieden 2026 waren es sieben Jahre.
Auch das ist Regionalität. Ist ein Navigieren durch und an uns bekannten Plätzen. Der Rahmen unserer Reichweite zeigt, wo wir zuhause sind. Grenzenlos. Magdlos, Brandlos…
Und wie der Kaliberg den Hintergrund hält.
Und die kleine Trauerweide gewachsen ist.
Und wie es wohl kommt, dass sie, obschon an einer Anhöhe stehend so kräftig geworden ist? Marias (und ihrer Nachfolgerinnen) Tränen?
Das jedenfals steht auf dem Podest:
O ihr Alle, die ihr vorübergehet
alle Wege gebet Acht und schauet,
ob ein Schmerz gleich sei
meinem Schmerze.
(Klagelieder, Jeremia 1,12)
Gibt genug zu beweinen, aber
das Staunen, das Sehen und Freuen nährt uns doch.


