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Sternfahrt zur IAA-Demo 2019

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Hibbel, hibbelig, hibbeliger – wir sind ne gute Stunde früher am Sammelpunkt für Neu-Isenburg – und nicht die einzigen, die schon warten. Noch nen Kaffee? Jep.
Aber jetzt. Den Raben in meinem #Popupforest – unserem Beitrag zur Demo – nochmal umgesetzt und festgezurrt, dann auf zum Treffpunkt, und zusammen mit rund 60 Leuten auf den Zug aus Darmstadt warten.

Polizeimotorräder kündigen sie an. Plötzlich brummt, leuchtet und flackert die Welt – sie kommen! Woohoo! Und wir steigen ein. So ist also Radeln im Pulk. Wie Tour de France für Anfänger. Sehr sehr cool – hatte ich mir schwieriger vorgestellt, doch alle halten immer irgendwie genug Abstand und auch wenn es mal eng wird ist doch immer noch Platz. Nur zwei Umfälle gesehn. Und zwar während wir standen. Uups? alles gut




 
Sternfahren. Flow! Und Stop and Go. Wir sind viele, also stehen wir auch im Stau – in Offenbach, vor der Autobahnauffahrt, aber nicht auf der Autobahn. Fahrradfarn auf der Autobahn (Yeah, Yeah, Yeah)! Ja, Fahrrad-Farn – der macht den ersten Fahrradausflug seines Lebens – zusammen mit Apfelminze, Fingerhut, Buntnessel und Millionbells. Unser #Popupforest-Hingucker kommt gut, der Rabe passt auf – auch der war noch nie mit dem Rad unterwegs….

Die Idee zum Popup-Forest stammt aus New York: Eine Kampagne zur Wildflower Week 2018, bei der Fahrradfahrer, so wie ich heute, mit etwas Grünzeug dabei darauf hinweisen, wie wichtig es ist, unsere Natur, unsere Biodiversität zu schützen. Ab 2020 soll die Idee global umgesetzt werden – Frankfurt hat schon mal angefangen!




 
Und stehn und warten, bis die irgendwo vorne eine Straße freigegeben wird. “IAA 2019: Mit erhöhtem Verkehrsaufkommen ist zu rechnen” informiert die Stadt Frankfurt. Eine genervte Mittfünfziger-Viernheimerin knöttert neben mir auf dem Alleenring: „Wie weit isses denn noch? Ich will zur Demo.“ Wie? Wir sind die Demo! Rund um sie herum relaxte Eltern mit Kindern in Anhängern oder Lastenrädern. Nicht zu vergessen der superrelaxte Hund, der seine Leute aus Mannheim begleitet: heißt Mavie, die Süße.

Und fahrn – und rocken zur coolen Mucke, die vom schwarzen Fahrradtypen vor uns kommt – oder vom Wagen der BUND-Jugend, die mit ihrem Mehrmensch-Velo uns alle mit Musik und coolen Sprüchen bei Laune halten. Boom, Boom, Boom.




 
Radeln als Statement. Wir werden um die Tausend geworden sein bis Frankfurt – wo sich dann alle Züge vereinigen – zu 18.000?! Schätzt das Demobüro. Manche Autofahrer winken uns zu, andere rasten schier aus. Fluchen und Brüllen, völlig gaga oder lassen den Motor extra laut aufheulen. Wer es nicht gewusst hat – sorry for that. Auch manchen Radfahrer tats in der Demomenge gruseln. Die Masse hat ja in jedem Zusammenhang so ihre Pros und Cons.

Aber Zeichen setzen: Hugh. So wichtig. Okay, jedes Fußballspiel bringt mehr Menschen auf die Beine, aber so eine Sternfahrt hat Hessen noch nicht gesehn. Sauber geplant Werner! Sauber gelaufen, Leute. Sternenmäßig gerockt. So viele unterschiedliche Menschen, die zeigen: Mobilität und Lebensstil können, müssen, sollen sich ändern: jetzt!


 
 
 

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