Bild des Monats: August 2014
Galaxity Endlich! Meine Silbermöwen Niederhimmel voraus, truppweis, augüber immer hoch über der struppigen Mähne segelnd Hier! Landpferds, Sandpferds Grenzband borderline Abseits home mit neuen Silberschuh‘n, am Abgrund einer rechts, einer links, einer gefallen Ach! Zwei gerettet im Zelthaus und da: leben! Im Schaukasten Wie sich‘s gehört Vorn das Meer und 30 drinnen Setzfach chillen Eier legen, weiß und türkis draußen Spatzen befreien das rosa Geranium von Läusen dazwischen die Alben der Vormieter Sag! was du willst ich sammle Leuchttürme Bild um Bild in Tüten lausch auf Knien paarweis, vielleicht sogar verliebt im Wispern der Schmetterlinge.
Red&Blue Die sieben Himmel der See und die sieben des Lands Blau und Blau und Rot und Gelb. Das Leben streifen mit Strandsohlen, Moosgummiballen, Regenlidern mit Mal so hungrig so riesig, Großmutter wo ist dein Mohn? Wo deine Erinnerungen? Die unbeschwerten Rufe, Küsse, die Lichterketten des Abends Neuheit, Neugier wo? Tour de Force durch all die Jahre alle Windungen Gleichnisse als Marker gegen Schwenksicht Und wir sehen, fühlen unter der weißen Wüste das Bersten, die Katastrophe. Ein Nachglühen wie zerrauschte Träume. Schwelt es noch? Alles fort, Bäume, Büsche… Wie die Vögel flohen! Hier war es! Hier wütete die Blume des Feuers – und für diesmal die Retter eilten nicht in die schäumende See Wie surreal die weißen Wolken! Wie froh! Wir finden die Pfade, wir baden die Sohlen In blauem Ruß Und, wie alle, folgen dem Leuchten, ziehen den achten Himmel Nacht Die „Blume des Feuers“ ist ein Gedankensprung zu Cees Nooteboom
Wir haben einen Biobauern mit Weitblick besucht: Uwe Brede hat sich vorgenommen, seine Kollegen zu überzeugen, dass schon Saatgut bio sein muss, wenn man klimasauber arbeiten will. Dafür hat er die „Bäuerliche Öko-Saatgut Genossenschaft“ gegründet. Eine echte Aufgabe – und sie wird getragen von einer Lebenseinstellung, die Saatgutkonzernen wie Bayer oder Monsanto (mittlerweile?) völlig fremd ist: nämlich dass auf lange Sicht nicht Bevormundung hilft, sondern Gemeinsinn. Natürlich gehört dazu auch, dass man die Arbeit des andern (des Züchters in diesem Fall) honoriert. Stichwort Urheberrecht… Wir kennen das, ist einfach eine Frage der Fairness und gilt für jeden kulturellen Lebensbereich. Wir rufen: Geno-Power to the Bauer!