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Licht auf Asphalt

27. Januar 2017 von m&m | Keine Kommentare



 
Ob gegossen oder gewalzt, recycelt oder gerade gemixt – frisch aufgebracht riecht Asphalt streng nach Arbeit. Dann dampft er und glänzt glatt hinter den Arbeitsmaschinen. Sobald die Baustelle verschwunden, das Straßenband wieder befahrbar, schaut niemand mehr hin. Dabei ist Asphalt ein permanenter Hingucker… Bedeckt dreiviertel der deutschen Straßen, ist einfach immer und überall.

Wem die Zunge nicht brennt, dem brennen die Sohlen, schrieb Herzog. Die nackten Füße auf der Straße, so habe ich früher Städte erobert. Doch dass Asphalt, der sich an den Nähten so angenehm weich und glatt anfühlte, ein Naturprodukt sein könnte, darauf wäre ich nie gekommen. Früher nur, heute natürlich wird er synthetisch zusammengemixt oder recycelt…

Früher nannte man ihn Erdpech oder Bergteer, es gab Vorkommen in der Schweiz und in Deutschland, der teuerste aber stammte vom Toten Meer aus Syrien. Schon vor 2700 Jahren haben die Menschen verstanden, damit Dächer, oder Fässer wasserdicht zu machen.


 
Nachvollziehbar. Und wie immer, wenn man in Archiven blättert fühlt sich die Moderne gleich weniger modern und innovativ an. Asphalt nämlich hat viel mehr zu bieten: er wurde mit Bitumen zum Balsamieren von Leichen verwandt, was zum Begriff Mumie geführt hat. Und der beste, syrische Asphalt ist sogar lichtempfindlich. Joseph Nicéphore Niépce wusste das. Trug ihn 1826 als feinen Lack auf – und noch heute staunen wir über den banalen Ausblick aus seinem Arbeitszimmer, also über die älteste noch erhaltene, mit Asphalt belichtete Fotografie.

Dem gemeinen Straßenasphalt darf man das nicht abverlangen, doch auch er kann was. Streetart allemal: Sommerweich nimmt er gern Verlorenes an – Platinen, Kabel, Schrauben oder Messer – LKW-Reifen sorgen für Fixierung und Glättung, die Nacht für Abkühlung und Beständigkeit… Seitdem wir das im Fokus haben, finden wir – ganz en passant – die rätselhaftesten Stillleben des Unterwegsseins.



 
 
 

Absurde Bindung

12. Mai 2016 von m&m | Keine Kommentare

Luminale, Frankfurt Airport
 
Weg damit? Ich halte inne, stoppe den fast schon automatisierten Entrümplungsablauf – Tasche-aufhalten-Papier-reinstopfen – und halte eine Seite aus der “Zeit” in der Hand. Ich beginne zu lesen. Mitten in meinem Recherche- und Medienmüll lese ich vom Traum des Kenzaburo Oe. Mit seinen Büchern bin ich nie warm geworden, aber dieser Einblick in die Beziehung zu seinem behinderten Sohn Hikari geht mir unter die Haut. Wie auch das Bild, das Mathias Bothor dazu gelungen ist. Ich entfalte das Zeit-Blatt, schaue aufs Datum und stutze: mein Archivfund ist genau zehn Jahre alt! 11. Mai 2006. Das Aufmacherzitat hatte mich angezogen: „Ich lernte mit dem Schweigen meines Sohnes zu leben. Jetzt sendet er mit seiner Musik Botschaften an seinen Vater und die Welt. Ein Glück, von dem ich nie gewagt hätte zu träumen.“ Ich lese mich fest. Der Sohn wurde als Baby operiert, die Diagnose der Ärzte: wegen fehlender Verbindungen zwischen den Gehirnhälftener werde der Junge nie Worte in Zusammenhang bringen können. Oe ist heute 81, sein Sohn 52 – wie es den beiden heute geht? Kann man wohl in Oes jüngstem Buch lesen (Licht scheint auf mein Dach, Fischer, 2014). Der Sohn komponiert und spricht mittlerweile… erfahre ich aus einem NZZ Artikel. Ich möchte dieses Buch lesen. Platz für Bücher haben wir ja jetzt wieder – nachdem wir zwei Drittel unseres Archivs in die Tonne gestopft und zig Bücher im öffentlichen Bücherschrank freigesetzt haben.

Das absurdeste Zeug hockte in allen Ecken und grinste matt unterm Staub. Unverschämt viel Energie war nötig, den Kram zu sichten und rauszuschaffen. Musste wohl sein, denn wer ordentlich Ballast mitführt, bei dem hat die eigentliche Fracht zu wenig Gewicht. Als gute Buchbinderenkelin hab ich‘s nicht mit dem Wegwerfen von Papier. Doch es galt: Augen auf und durch. Die gesamte Medienpädagogik ist jetzt weg. Und nach Tod und Teufel landeten die Archivmappen Wirtschaft und Zukunft am Ende unbesehen in der Tonne. Uff. Staub abschütteln, aufatmen und leere Hüllen sortieren. Gutes Gefühl das. Raum für Neues Licht… Das Camus-Zitat aus dem (geliehenen) Distelfink von Donna Tartt hüpft dazu in meinem Hirn: „Das Absurde befreit nicht, es bindet“.
 
 
 

Urban Poetry: Uns

18. Februar 2015 von m&m | Keine Kommentare

Nebel_#02

 

Uns

Die Frühe. Die Straße. Nur uns.
Der Nachbarin, die zur Schicht eilt, der Schlaflosen,
dem Zeitungsmann, vermummten Radlern, Bauarbeitern – uns.

Die Bahnen ihr,
der dicken Schwimmerin.
Die im allmorgendlichen Ritualbad
sich treiben lässt. Ihr Glück
für eine Viertelstunde
la Reine, la Delphine! Nur Sie.
Textor zum Tag. Leicht, unbeglotzt, frei.

Die Fenster. Im Atem der Fremden.
Himmel löst Welt. Löscht Nacht. Im Nebel dunkler denn je.
Die Straße der Frühe.

Uns

 
 
 

Urban Landscapes: Fünf

9. Februar 2015 von m&m | Keine Kommentare

Nebel_#01

 

Fünf

Gott was für ein Licht!
Leitfeuer. Leuchtspur. Gepunktet.
O Glück!
Die Kreuzung so still
so tief – nebelzart
im Eishauch

2 Stunden noch
dann wieder Stoß und Stoß
Rot und Rot. Warten.
Warten. Warten.
Minority Report
War da was? Gestern?
Nacht im Kopf – Coffee to go
Voll heiß.
Voll kalt – Slow-Mo

Warte. Noch ist
Zeit.
Vereist die Bühne. Traumkalt, leer
zerwischt
Orangnes Leuchten
Urban stills
Memes all over

Guck. Die im Fenster
wie aufgezogen
Steht. Kaffee. Schicht
Dreht im eignen Rhythmus,
wie nie von dieser Welt.
Sortiert, ordnet, häuft
Brezel und Brötlich
ne andre
matscht im Nudelsalat
schabt, formt, pampt
so fort

2 Brücken weiter
Schlag auf Schlag. Ein Riese
Boden bebt
Metall blaut
rammt – tief ins Stadtherz – rafft
Main-Erde
rasselt, rummst, rockt
schlägt ab
häuft das Gebrock, dampft und schnauft

neongelb die Arbeiter
kurz angezuckt
vom Blau der Retter
…vorbei…
Mögen ihre Hände ruhig sein

 

Dreizehn Stunden, dreizehn Kilometer: Wuppertal

15. Januar 2015 von m&m | 2 Kommentare

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Hier der Link zur Galerie: Wuppertal 2014 (35 pics)

 

Nein. Nicht Hamburg, Berlin oder Prag, sondern Wuppertal. Da sitzen wir jetzt. In der Schwebebahn, weil ich mir das zum Geburtstag gewünscht hatte. Mal einfach weg sein statt Fete. Nichts müssen, nur sein. Fanden unsere Freunde gut: Super Idee – wohin geht’s denn? Wuppertal. Bitte? Was? Wupp..? Das klang fassungslos. Und das passt ja. Zu dieser Stadt, die irgendwie gar keine ist. Wuppertal hat – und das ist deutschlandweit echt besonders – kein Stadtzentrum, sondern ein Stadtzentralband. Sieht man aus dem All, wie ein Satellitenbild auf Wiki zeigt. Also, nix Kirchturm als Orientierungspunkt, nix niedliche Altstadt, Rathaus, Marktplatz oder so. Voll suburban. Gegründet und dezentral geleitet von Delegierten jener sieben Städte, die im Tal der Wupper über die Jahrhunderte aneinandergewachsen sind. Langweilig? Cool! Fand schon Kaiser Wilhelm Zwo. Mit seiner Frau Auguste Viktoria weihte er 1900 die dreizehn Kilometer Schwebebahn-Strecke ein.

Knapp tausend Jahre früher war übrigens schon Karl der Große an diesem Ort strategisch interessiert. Heißes Grenzland damals. Zwischen Franken und Sachsen. Also ließ Kalle das Wuppertal schützen und befestigen… Kann man nachlesen alles. Als deutsche Touristin darf man sowas. Und weiter herausfinden, dass Friedrich Engels, Alice Schwarzer und Else Lasker-Schüler hier geboren sind, außerdem Johannes Rau und Pina Bausch. Muss ein inspirierendes Stück Gegend sein. Auch wenn der Himmel am Tag unseres Besuchs wenig erhellend wirkt. Grau halt. Und dabei bleibts.

Egal. Hier sind wir und packen das old Girl Schwebebahn bei den Türgriffen. „Old Girl“, so stellt die Stadttouristik sie den englischen Touris vor. Auf Deutsch dagegen heißt sie „alte Dame“. Wir nudeln mit ihr unser Tagesticket ab und fotografieren wie nur je ein Trupp Japaner. Sehen am späten Morgen hinaus, am Mittag, zur Rushhour abends – und immer dazwischen auch. Hin und her. Her und hin lassen wir uns schweben. Klobig die Stützbeine. Eisernes altes Mädchen. Kriechende schwangere Schwester des Eiffelturms. Kein Wunder, dass nicht jede Stadt so ein Monstrum haben wollte.

Das Ziel ist der Weg. Natürlich. Dreizehn Kilometer lang und vier bis zwölf Meter über Straßen oder Wupper. Augen und Ohren auf. Alles andere ruht. Man nennt es Schwebe-Zen. Natürlich sind wir dabei selten allein. 85.000 Passagiere pro Tag. Ein paar habe ich belauscht. Etwa diese Neunjährigen: „Welche Station findest du am schönsten?“ Will ein Junge von seinem Freund wissen. Stimmt, da sollte ich auch drauf achten. Nach kurzem Bedenken gibt der Befragte zurück: „Die meisten.“ Und dann quasseln sie los und einer hält dem anderen Vorträge zum Thema Ästhetik. Der Fragesteller übrigens findet Ohligs Mühle am schönsten. Wegen dem vielen Glas. Daraufhin kürt der Andere die „Kluse“ als Schönste. Von immerhin 20 Stationen zur Auswahl. Glas. Das verstehe ich. Kaum Schöneres als Spiegelungen. Allerdings nur die, die Licht und Glas hervorrufen. Hinter mir zwei Frauen haben keine Augen dafür. Die eine hat üble Probleme. „Magenspiegelung“, fasst sie plötzlich zusammen. „Sollte man mal machen.“ Mit Mal fallen mir Szenen aus Wenders‘ Himmel über Berlin ein. Wo er die Leute belauscht in der Hoch-Bahn und zuhause. Als ein über den Dächern und durch die Wände schwebender Engelsregisseur. Aber nichts Erhabenes weit und breit. Nur dieser im extraschmutzigen, alltagstrüben Schwarz-weiß gehaltene Alltagsscheiß. Sogar ein Mann dabei, der sich vom Hochhaus stürzt.

Was wir sehen? Heimat. Feucht-grauen Himmel über Wuppertal. Alltagsspuren. Oder wie die Wuppertalerin Pina Bausch sagte: „Eine Alltagsstadt, keine Sonntagsstadt.“ Wir passieren ein geschreddertes Ladenhaus. Verrücktes Bild, die Steine im Schaufester. Noch immer in aufmerksamkeitsheischendem rot-gelb der Hinweis: „Angebot der Woche!“ Rau aber Billig. Herzlich auch? Weiß nur, wer hier lebt. Zumindest spendiert einer im Café, das ich zum Aufwärmen brauche, einem einheimischen old Girl Kuchen. Schon bestellt zu ihrem Kaffee, aber sie kann ihren Zehneuroschein partout nicht finden. Eben war er noch da! Verunsichert durchforstet sie zum fünften Mal ihre Manteltasche. Da war er eben noch. Ich hatte einen Schein. So blöd ist man ja nicht!? Der junge Mann am Tresen beruhigt sie: „Der Herr hat‘s ausgelegt.“ So sind sie wohl hier. Südlich vom Pott. Anders. Kein großes Aufheben. Machen. Und doch geht der Stadtteil offensichtlich den Bach runter. Billigfriseur, Billiginternet, Billigklamotten.

Wieder in der Bahn sitzen wir auf der Grenzlinie zwischen Jungs und Mädchen. Sieben, acht Jahre alt. „Ich hab keine Freundin!“ „Doch hast du!“ Die Mädchen kringeln sich, der Junge rastet gleich aus. Zwei 13jährige Mädchen reden über ihren freien Tag morgen: Ich kann gar nicht damit umgehen, dass wir morgen keine Schule haben. Ein anderes Mädchen beschwert sich über ihre Lehrerin: Warum hasst sie mich so? Während draußen die Stahlstützen vorüberfliegen. Seegrün. Wie vor 113 Jahren. Und vor 65 als Tuffi, der junge Zirkuselefant aus der Schwebebahn in die Wupper fiel. Wie?! Ja. So steht‘s auf der Homepage der Bahn. Zum Glück kam er „mit einer Schramme am Po davon“.

Das Vohwinkler Zentral-Café hat Kevin uns empfohlen. Danke. Sehr guter Tipp! Ausruhn. Orangenes Licht tanken, Leute gucken. Das Café in farbiger Hand. Und ich muss immer an dieses YT-Video denken, in dem die Rollen umgekehrt sind. Wo Farbige Weißen in die Haare grabschen, nur um mal zu fühlen, wie weich das so ist und dazu dämlich grinsen. Wo Farbige Weißen attestieren, sie sprächen ihre Muttersprache erstaunlich gut und dergleichen mehr. Wie verhalte ich mich gerade? Die Frau, die das Klo putzt wünscht mir nachdrücklich einen schönen Tag – äh, auch so! Und die Chefin guckt mich an als mache ich alles falsch. Als ich noch einen Tee haben will, bestelle ich ein Klo to Go. Endlich grinst sie.

Das vielfältige Innenleben des Cafés rettet den Nachmittag. Die Kunden: Wuppertaler. Türkische Rentner, deutsche Rentner, arabische Rentner. Deren aller Kinder mit ihren Kindern, ein Obdachloser und, ganz hinten in einer gemütlichen Ecke mit Panoramablick, ein Mädchen in rosa. Eine ausgefallene Schulstunde vielleicht. Oder sie sitzt da immer die Zeit zwischen Schule und Hort oder Schule und Mama-kommt-nach-Hause ab. Alles rosa an ihr und um sie herum. Mit ihren zum Dutt gedrehten Minizöpfchen und dem kleinen Speckbauch sieht sie wie ihre eigene Oma aus. Anders als diese aber fläzt sie frechfeist auf dem Sofa. Wie zuhause. Unverblümt. Und Handyhandy. Nur Spielen.

Auf der Straße beschwert sich eine alte Vettel. Oder ist‘s ein Mann? Voll Alki. Polizei. Kleiner Unfall enge Straße. Leerstände. Baustellen. Türkische Gemüseläden, türkische Döner. Telefonläden. Und immer wieder die grün gestrichenen Eisenfüße der Bahn. Nichts Zartes weit und breit. Nichts fein getrimmtes. Dazu Weihnachtsmarktkitsch und Gefühlsdudelmusik. Und plötzlich Verlorenheit. Wo bin ich? Die Zeit abgelaufen. Das Ziel aufgelöst im Zwischenfall. Die Menschen. Die Stunden. Das Du. Verloren?

Stopp und Fensterplatz für mich – wo doch Geburtstag ist. Und auch italienisches Gebäck. Wie viel die dolce? „Vier Öro fünfzich.“ Gekauft. „Wollen Sie aussuchen?“ Unterschiede gebe es nicht. Na dann bin ich bequem. „Ich bringe Sie Ihnen Madame.“ Schmeichler. Weiß genau was zieht. Jaha. Neben der „Madame“ natürlich das Gefühl auswählen zu dürfen. Wie sie die Mitte nährt, diese nette kleine Freiheit.

Und wieder: Fahrt ab (sehr leise übrigens). Irgendwie sieht dieses Verkehrsmittel ja schon verkehrt aus. Als habe ein Riese Spaß gehabt und die Bahn auf den Kopf gestellt. Ausgekochte Technik damals. Ursprünglich „Langener System“ genannt nach ihrem Erfinder Eugen Langen. Manche Zeitgenossen beschimpften es als Teufelswerk. Heute ist es Wahrzeichen und das Stadtmarketing punktet mit der Parole: „Wuppertal macht was anders“. Passt. Müde ist die Stadt jetzt. Vom Arbeiten. Vom Tag. Draußen vorm Fenster jetzt der schon bekannte Film und doch immer ein anderer. Mal heller mal dunkler. Allein das Schaukeln unbezahlbar. So anders fahren. Und so sanft wie auf einem Boot. Nie Angst. Nur zwei Unfälle in 113 Jahren. Wie kann nur ein Elefant da runter fallen??

Zum Träumen lädt es, das verwunschene Farbgewisch draußen vorm Fenster. Im schmalen Ufergartengrat zwischen Wupper und Arbeit stehen Tische und Bänke und Stühle zusammengestapelt. Angekettet. Ist ja kalt. Im Sommer muss das ein einziges Mittagspicknick sein. Oder Rauchertreff unterm Rauschen der Bahn. Plakate von Gestern. Balkenhohl was auch here. Monate her.

“Darf ich Sie was fragen?” An der Wendekehre spricht eine Einheimische mich an: “Fotografieren Sie als Hobby oder als Beruf?” Beides. Worauf sie mir erzählt, dass sie gerade von einem Kollegen, der so gerne fotografiert, einen Kalender mit Wuppertalfotos geschenkt bekommen habe. Ja haben heute denn alle Geburtstag? Einsteigen! Und schon beschlagen die Scheiben, weil plötzlich so viele drin sind, die zuvor durch den Regen mussten. So viele, dass wir stehen müssen. Japaner dabei, die Platz machen für eine Farbige mit Babywagen. Die lächelt zum Dank bevor sie erst den Platz nutzend den Wagen ins sichere Eck rangiert, dann aber wieder aufs Handy schaut. Nicht auf ihr Kind. Manno Mama! Das Kind unter Plastikschutz. Allein. Allein mit seiner Knisterflasche. Vielleicht aber auch geborgen?

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Abspielen der gesamten Galerie hier: Wuppertal 2014 (35 pics)

 
 

27. Juni 2012
von m&m
Keine Kommentare

Filets, Marterl, Zeitensprünge

  Wie ist es eigentlich weitergegangen? „Time is a great teacher“, findet der schottische Künstler Andy Goldsworthy (gerade und zum ersten Mal in Deutschland zu sehen in den Opelvillen in Rüsselsheim) und er sagt noch was Schönes: „Wenn ich meine … Weiterlesen

16. September 2011
von m&m
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Meine Arbeit, mein (Frei-)Zeichen – Code of Fairness

We did it again: wieder auf der Straße. Diesmal für mehr Fairness zwischen Redaktionen und Freien Journalisten. Für die Himmel-und-Hölle-Kampagne der Freischreiber. Diesmal zu sechst plus Baby, als Delegation des Berufsverbands Freischreiber bzw. als „befreundeter Freier Fotograf“, der das Ganze … Weiterlesen