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KiR: The only Limit is the Sky

11. Oktober 2015 nach m&m | Keine Kommentare

Unser Beitrag zur Ausstellung Gedankenwelten bei KiR (Kunst in Rödermark)
am 17. und 18. Oktober:

Tolits #1 - Freiheit

Tolits #1 – Freiheit

Limit

Rahmen,
Gedanken, Segel setzen
Strukturen
gegen den Tanker Befindlichkeit
Ruhe im Hirnspiel
Synapsenspizzen
von Lichtblitzen.

Und: Fokus. Fokus. Fokus.
nur nicht denken. Nicht.

Aber, paragleiten in die Parawelt
des DoubleSeins der Dinge
n’oublies jamais
existiert alles auch ohne dich.

Und: Leben. Leben. Leben!
In mir, Mond, weil
ich schaure, schaukle, aufschau
zu den Flirrlichtern der
Wimperbogenlampen

Drum herum Photonenschwärme
laichend, leuchtstäubend
Stratoduster!

Viel mir, gespiel mir, geh nicht –
mind the Gap
die Räume, Träume zwischen
den Menschenräumen die Zwischenmenschenräume
Freiheit 38. 38? Ja.
Frei sein
Nicht wirklich viele Menschen wollen das.

Wer gibt?
Spielräume, Kinderträume…
Worte und Bilder in uns
Strukturen, Spuren.
Lass dich leiten
Lass. Finde
die Feder. Die von den Schwingen
der Kinderbänder gestreift, getönt, geschlagen
Vogelander
Flügelum.

Im Dämmern des Lichts der Tag
Der Himmel, the only Limit
rutscht in die Nacht
die Krähe, mein Ichkind
die Krähe, sie wacht.

Tolits #2 - Spielgrund

Tolits #2 – Spielgrund


 
 
 

Endspurt: Lebensräume – Flugrouten

9. August 2012 nach m&m | Keine Kommentare


 

Noch einen Monat läuft unsere Ausstellung in Offenbach. Ein paar Bilder und Texte daraus haben wir schon vorgestellt unter Entrée… – hier die Fortsetzung zum Reinschnuppern:


"Es ist"

Waldsee

Nimm die Birkenroute,
lies ruhig ihre Schriftrollen,
summ das codierte Lied der zarten Betula.
Folge dem Uferweg.
Hände und Füße im Waldfell
Kopf in den Wolken.
Tag um Tag.
Mit Mal wirst du die Glasschnüre sehn
im Frühlicht des Jahrs,
drin Hunderte schwarzer Samtperlen,
unterm Bernsteinblick der Eltern eingewirkt.
Eine jede ein pulsendes Wunder.
Ein Leben.

Es ist
nicht mehr da,
das unschuldige Aufwachsen
in grünen Kinderzimmern.
Und auch die Kinder nicht.
Aber dies Sehnen,
Verlangen nach
flirrendem Blattgold,
das Ruhe ins Aug fächelt.
Dem Lichterspiel winzigster Zellen,
dem Rauschen –
Wasser und Photonenströme,
dem Gurren der Frösche tief und
nicht von dieser Welt.
Finde die Feder.



 

Stehn bleiben

Warten.
Welche Farbe hat die Zeit?

Loslassen.
Denn: „es kommt natürlich vor,
dass man wirklich sprachlos ist.“
Pina.

Sie kämpfte, dass ein Ahnen beginne
ein Tanzen im Kopf.
Half den Nadelkissen im Hirn
zu singen, den Füßen zu malen,
schwerelos.

Aus Blau werde Licht
blitze der Wasserhimmel
in Tropfen.
Wirf, wirf die Kugeln ins
Schneckenohr, lass sie kollern
durch alle Windungen rennen,
bis weißes Gleißen
die Neuronnetze flutet.
Lachenden
Munds.


ausstellung lebensräume – flugrouten: 3.6. – 8.9.12
stadtkirche offenbach, herrnstraße 44
mo – fr 12-18 uhr, sa 11-13 uhr

 

9. Juli 2012
nach m&m
Keine Kommentare

Andy Goldsworthy: Die Schönheit vor dem Kollaps

  Das sollen tolle Bilder sein? Ich bin enttäuscht. Sind extra nach Rüsselsheim zur Austellung gefahren – Goldsworthy zum ersten Mal in Deutschland!! – und jetzt? Stehe ich vor großformatigen Fotos, die zusammengefügt wie ein Puzzle oder Mosaik einen Baumstamm … Weiterlesen

Entrée: Lebensräume – Flugrouten

5. Juli 2012 nach m&m | 1 Kommentar


 

Noch nicht da gewesen?
Hier ein paar Bilder und Texte unserer Ausstellung:

Früh

Zum See. Frühmorgens,
wenn die Stadt noch schmale Augen hat.

Die Ufer gesäumt
von Suchenden.
Die am Wasser sitzen,
Gedanken schwimmen
lassen,
austreiben, auswuchern,
passen.

Ich wusste doch nicht,
dass Städte sich verkleiden,
sie drauf angewiesen sind,
ihre Plätze tauschen manchmal und
sich wild und heimlich ausschütten vor Lachen.
Dass es so einfach wäre,
Du zu sagen.

Doch die Schwäne.
Heben sich und
tragen mich fort.
 

Unterm Rad

Wie es formt,
das tägliche Schaffen von Zukunft!
Den Stein ein wenig
weiter schieben dürfen.
So ein Glück,
ihn herabrumpeln zu sehn.
Sich einspieln, hochziehn –
immer rasanter hinab, geschickter die Züge hinauf.
Kette und Schuss,
40 mal 45 –

zähl nach.
Die Welt ein Lachen im Kompass,
bis die Nadel springt.
In einer Sekunde nur
alles gewendet, gestoppt,
auf Null.

 

Nachtflug

Ein Leuchten
im Lidschlag
des Monds
eine Lichtspange rafft
All und Rinne des Zufall.

Ein Aufglühn:
Verheißung, Gral, Sirius’ Sehnen.
Gebannt von undeutbaren Zeichen,
gebrannt vom Atem
der Hoffnung.
 

Raus
aus dem Pulsen der Stadt,
dem Wuseln, Wispern, dem Weiterweiter –
aus.

Rein. Einhalt, Einfalt
in Helios’ Blumenspiegel
bin ich leicht.
Dicht gepackt
zwischen den Blütenschnuten
summt die Timeline:
Parallelpendel,
Bienenbilder,
Falterfliegen,
Wespenmasken.

Im Blick der Wendesonne
wachsen mir gelbe Zünglein,
sprießen mir grüne Locken heiterkühl
und silbernes Stromhaar.
Im Herzen des Sommerfelds
bin ich
ich.

wird fortgesetzt (hier: Endspurt).

ausstellung lebensräume – flugrouten: 3.6. – 8.9.12
stadtkirche offenbach, herrnstraße 44
mo – fr 12-18 uhr, sa 11-13 uhr