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Lyrik

Unsere letzten Lyrik-Posts: Gedichte

Dementia Road (zur gleichnamigen Foto-Serie, die ab 26. August bei den Wiesbadener Fototagen zu sehen ist)

Dementia Road

Sprünge in der der Haut:
>>Wo bin ich?<< Zuhause, Mutter. Zuhause. >>Hier? Nein!<< Warum habt ihr mich weggeschickt? Schwamm im Ohr, fernmündlich ausgesogen >>Wann kommt ihr?<< Jetzt.
Fahrn, fahrn, fahrn – hin, wo
die Alten sind
unterwegs so viele Warnplakate, Baken, Limits
100, 120 und – Stau
Wann? Warten.

Warten. LKW-Lyrik lesen:
Blakes
Rapid Ukraine..
ich lege, setze, ordne
ich sammle: Solidaris,
Wir fahren Ihr Gut,
Blumen – von Tyfoon?
und Ultras
heimische Früchte.

Schön dass ihr da seid!
Milch zum Kaffee? Ja? Oje –
wo ist nochmal der Kühlschrank?
Kaffee geht noch, Kuchen auch –
bisschen Erinnerung dazu, aber dann
dreht das Rad.
Zeit sprengt Hirn, Angst bricht Sinn:
>>Da ist ein Schwamm
vor meinem Gesicht.<< Und Schnitt: >>Wo ist mein Schlüssel?
Ich kann nicht mehr!<< Angst frisst Herz >>Mein Schlüssel! Mein Geld! Geklaut!>>
Geklaut? Ein Wo-Ich im Schwamm
verloren

Wir finden nicht den Schlüssel, nicht
die Erinnerung.
Gehn back on the Road
Wo rasen die Worte:
The good will out
sich verfangen in der Transzone
während wir fahrn, fahrn, fahrn
Pferde. Sportpferde.
Die spiegelnde Buswand träumt
silberne Bügellaternen

Wachbleiben: die Codes der Straße entziffernd
Wahrschauwem: Nomen Omen
POKAL + Puton,
OKTAN und Serum
BOSCH! (gesprüht wie gelbblaue Steine,
mein Favorit)

Dann das vertraute Gefälle bei Diez
Cyrill überholt Zuber
Gartner rastet
Unicorn abgeschlagen.
Es bleibt. Das Grauen im Schwamm
zerrüttend, hirnbleichend

Noch wissen wir
den Weg nach Haus.
(We’ll be back)

 
 

Ein Kommentar

  1. Sehr schön gedichtet. Finde ich wirklich sehr gelungen :-)

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