meiseundmeise-blog

28. April 2013
von m&m
Keine Kommentare

Wechselbilder – Trompe-l`ésprit

  Faszinierender Gedanke, dass der effektivste Zensor im eigenen Hirn sitzt. Alles, was an Reizen und Infos auch nur unseren äußersten Blickwinkel streift, wird permanent gescannt, mit vorhandenem Datenmaterial abgeglichen und auf Plausibilität geprüft. Bei Abweichung: Oha, was Neues oder … Weiterlesen

16. Februar 2013
von m&m
1 Kommentar

Porträt: Die Theologin-Clownin

  Darf ich mal? Ich nehme eine von den Clownsnasen aus Gisela Matthiaes Requisitenkiste – und habe gleich das erste Aha-Erlebnis: so viele unterschiedliche Nasen?! Lang gezogene, kurze, runde, weniger runde… Dann die zweite verblüffende Erkenntnis, alle haben vorne unten … Weiterlesen

18. Januar 2013
von m&m
Keine Kommentare

OoH: Identität-to-go

Zur Qualitätssicherung zeichnen wir vereinzelt Gespräche auf; wenn Sie damit einverstanden sind, antworten Sie bitte mit Ja. Nein. Vielen Dank. Die Wartezeit beträgt etwa 10 Minuten. Während ich meine über die letzten Wochen gesammelte To-do-Liste abarbeite, und staune, wie glatt … Weiterlesen

26. Oktober 2012
von m&m
Keine Kommentare

Poetry meets Gier, Maß, Alltag

„Today was national Poetry Day, what is your favourite Poem?“ Nationaler Gedichttag – welches ist euer Lieblingsgedicht? Fragte eine Freundin am 4. Oktober auf fb. Gedichttag? Was? Wann? Natürlich das „national“ übersehen. Sonst hätt ich zur Feier des Tags eines … Weiterlesen

4. Oktober 2012
von m&m
Keine Kommentare

Drei Mal höher – Erfolgsstory mit Büchern

  Eigentlich dürfte es diesen Buchladen gar nicht mehr geben: klein, inhabergeführt, überwiegend anspruchsvolles Sortiment sowie belesene Beratung – und alles hin und wieder von klassischer Musik untermalt. Gegenstromig. So haben sie’s geschafft: „Meichsner & Dennerlein“ ist jetzt 30. Am … Weiterlesen

24. September 2012
von m&m
Keine Kommentare

Tödliche Störungen

  Sich einlassen. Leben. Nicht neben-, sondern mit-einander. (Dass das die Atmosphäre entscheidend positiv verändern und prägen würde, darin hab ich ja schon hier dem Autor Jesper Juul recht gegeben). Warum tun sich die Leute so schwer damit? Wer drauf … Weiterlesen

13. Juli 2012
von m&m
1 Kommentar

Das Porträt: „Guck ma, noch so`n Bunter!“

  Hab ich da eben richtig gesehen? Kleine bunte Bärchen auf den Oberarmen unserer Tierarzthelferin Anna Maria Weber? Tatsächlich, auch auf den zweiten Blick tummelt sich das Fantasievolk auf ihrer Haut. Tattoo-Tiere in Comicstil, die mich angrinsen, als wollten sie … Weiterlesen

25. April 2012
von m&m
1 Kommentar

Stay, Yahye stay! Lasst ihn endlich sein Leben starten

  Das Ausländergesetz ist nicht für die Menschen da, es regelt nur den Umgang mit ihnen durch die Behörde. Chef der Frankfurter Ausländerbehörde, 2003. Wir treffen den Ex-Kindersoldaten, Flüchtling, Rapper, wir treffen Yahye (spricht man Yachje) bei sich zuhause. Er … Weiterlesen

4. April 2012
von m&m
Keine Kommentare

Jetzt erst Recht! Erst recht jetzt?

  Von der Terminaldecke mit Blickrichtung der Abflugtafel hängt ein riesiges Plakat, Aufschrift: „Freitag schon auf Montag freuen!“ Nette Begrüßung, auch wenn’s nicht wirklich den Demonstranten gegen Ausbau und Fluglärm gilt. „Jetzt erst recht“, die heutige Parole der BI Flörsheim-Hochheim, … Weiterlesen

Das Gedicht: Winter

29. Februar 2012 von m&m | Keine Kommentare

Yaxies hands #1

 

Winter

Die Dachrinne kahl,
bis auf ein Nest.
Drin zittern weiße Federn, noch vom letzten Jahr.
Wenn der Frühling kommt, wird dies das windige Zuhause
von ein paar Küken sein.

Kannst du sie hören?
Wand an Wand, das schützende Dach über euch
über dir
Nach Jahren auf der Flucht,
des Gehens im Sand
vom Kind zum Mann.

Des Singens, Aufbrechens, Suchens.
Beschimpft, bepisst werdens,
Umgeleitet, ausgenutzt werdens,
des…

Zuhören! Verdammt, ihr sollt endlich zuhören!
Recht für, nicht gegen,
Fluchtwege für Menschen freihalten, nicht
nur als Notausgänge für Banken.

Wem die Sohlen zu lange brennen,
dem brennen auch Hände und Zungen
Notausgänge fürs Erlebte
Freiräume des Denkens
manche kämpfen, manche beginnen zu singen

So wie Yaxie Yax,
nur älter, war Hilde Domin,
der in der Fremde Wasser geschöpft wurde,
die bleiben durfte,
die auch fern ihrer Mutter ihren Fuß in die Luft setzte,
es schmerzte, aber sie trug.

Ihr Nest im Dachrinnenzweig
Deins über den himmelblauen Geländern,
über den roten Teppichfalten..
Rot, auch wenn
Grün deine Lieblingsfarbe ist.
Werden wir tragen?

 

Yaxie ist Yahye

 

Mehr zu seiner Geschichte: Hier im Blog.