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Das Gedicht: Weiß

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Weiß

dein Kleid war weiß
den ganzen Sommer lang
ein Kinderkuss, ein Flirrflug,
ein Blinzeln im Luftzug im
Sternnebel der Pollenlust.

Um ist das Spieljahr,
gefaltet das Kleid,
Unschuld zerfressen,
Glieder bloß.

Noch wehen
zwischen Blauflügel und Rotschnute
Wege aus Himmelerde
einbahnig
das Unterkleid aus Luftkammern
rippt im Lichtflug
das Gestern
Bruch auf Bruch.

Morgen, singt Wader,
Morgen, wenn alle Träume geträumt,
werde er wissen
woher das Gift in seinen Adern.

Sich bauschend derweil
das Kleid des Todes im
Staub der Tage
verweht, verschossen:
das Tanzkleid des
Sommers.

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