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25. Juli 2012
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doc 13: Zeit, die es braucht

Vier Menschen, 13×13 Kunstwerke (und noch ein paar mehr)… Es duftet nach Lindenblüten, als wir frühmorgens in den Zug nach Kassel steigen. Unser Ziel- und Startpunkt dort: Kulturbahnhof. Charmant niedergerockt. Unübersichtliches, dabei doch klar gegliedertes Gelände, dessen ungeschönte Präsenz uns … Weiterlesen

13. Juli 2012
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Das Porträt: „Guck ma, noch so`n Bunter!“

  Hab ich da eben richtig gesehen? Kleine bunte Bärchen auf den Oberarmen unserer Tierarzthelferin Anna Maria Weber? Tatsächlich, auch auf den zweiten Blick tummelt sich das Fantasievolk auf ihrer Haut. Tattoo-Tiere in Comicstil, die mich angrinsen, als wollten sie … Weiterlesen

9. Juli 2012
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Andy Goldsworthy: Die Schönheit vor dem Kollaps

  Das sollen tolle Bilder sein? Ich bin enttäuscht. Sind extra nach Rüsselsheim zur Austellung gefahren – Goldsworthy zum ersten Mal in Deutschland!! – und jetzt? Stehe ich vor großformatigen Fotos, die zusammengefügt wie ein Puzzle oder Mosaik einen Baumstamm … Weiterlesen

Entrée: Lebensräume – Flugrouten

5. Juli 2012 nach m&m | 1 Kommentar


 

Noch nicht da gewesen?
Hier ein paar Bilder und Texte unserer Ausstellung:

Früh

Zum See. Frühmorgens,
wenn die Stadt noch schmale Augen hat.

Die Ufer gesäumt
von Suchenden.
Die am Wasser sitzen,
Gedanken schwimmen
lassen,
austreiben, auswuchern,
passen.

Ich wusste doch nicht,
dass Städte sich verkleiden,
sie drauf angewiesen sind,
ihre Plätze tauschen manchmal und
sich wild und heimlich ausschütten vor Lachen.
Dass es so einfach wäre,
Du zu sagen.

Doch die Schwäne.
Heben sich und
tragen mich fort.
 

Unterm Rad

Wie es formt,
das tägliche Schaffen von Zukunft!
Den Stein ein wenig
weiter schieben dürfen.
So ein Glück,
ihn herabrumpeln zu sehn.
Sich einspieln, hochziehn –
immer rasanter hinab, geschickter die Züge hinauf.
Kette und Schuss,
40 mal 45 –

zähl nach.
Die Welt ein Lachen im Kompass,
bis die Nadel springt.
In einer Sekunde nur
alles gewendet, gestoppt,
auf Null.

 

Nachtflug

Ein Leuchten
im Lidschlag
des Monds
eine Lichtspange rafft
All und Rinne des Zufall.

Ein Aufglühn:
Verheißung, Gral, Sirius’ Sehnen.
Gebannt von undeutbaren Zeichen,
gebrannt vom Atem
der Hoffnung.
 

Raus
aus dem Pulsen der Stadt,
dem Wuseln, Wispern, dem Weiterweiter –
aus.

Rein. Einhalt, Einfalt
in Helios’ Blumenspiegel
bin ich leicht.
Dicht gepackt
zwischen den Blütenschnuten
summt die Timeline:
Parallelpendel,
Bienenbilder,
Falterfliegen,
Wespenmasken.

Im Blick der Wendesonne
wachsen mir gelbe Zünglein,
sprießen mir grüne Locken heiterkühl
und silbernes Stromhaar.
Im Herzen des Sommerfelds
bin ich
ich.

wird fortgesetzt (hier: Endspurt).

ausstellung lebensräume – flugrouten: 3.6. – 8.9.12
stadtkirche offenbach, herrnstraße 44
mo – fr 12-18 uhr, sa 11-13 uhr